
Raša ist die jüngste planmäßig errichtete Stadt Istriens und eines der vollständigsten kroatischen Beispiele modernistischer Bergbaustadtplanung aus den 1930er-Jahren. Die neue Siedlung wurde 1936–1937 nach den Plänen des italienischen Architekten Gustavo Pulitzer Finali für die Bergleute und den Kohlebergbau im Raum Labin errichtet. Der zentrale Platz ist um die Kirche der heiligen Barbara angelegt, deren Form an einen umgedrehten Grubenwagen erinnert, während der Glockenturm eine Grubenlampe symbolisiert. Diese Architektur erklärt die Verbindung der Stadt mit der Kohle besonders anschaulich. Das Zentrum Arsia – ein kleines Bergbaumuseum – setzt die Geschichte mit Exponaten und der Darstellung des Bergmannslebens fort. Raša liegt nur drei Kilometer südwestlich von Labin, sodass sich die Planstadt leicht mit der Altstadt von Labin und dem Bergbauerbe von Podlabin verbinden lässt. Zum Meer hin reicht die Gemeinde bis zur Raška-Bucht und zu Küstenorten wie Sveta Marina. Die Landschaft verbindet daher Industriegeschichte, das Raša-Tal und die ostistrische Küste. Der Bergbaucharakter von Raša beschränkt sich nicht auf die Symbole der Kirche: Die Anordnung der Arbeiterhäuser, öffentlichen Gebäude und des Platzes wurde als funktionale Einheit einer neuen Industriestadt geplant. Gerade deshalb ist ein Rundgang zu Fuß sinnvoller, als nur einzelne Denkmäler zu betrachten.
Raša ist im klassischen Sinn kein Küstenort, sondern ein ehemaliges Bergbauzentrum im Tal des Krapanski potok, während sich die Küste der Gemeinde über Trget, Tunarica, Koromačno, Ravni und Sveta Marina erstreckt. Die Stadt wurde zwischen dem 10. März 1936 und dem 10. April 1937 errichtet; ihre parallelen Arbeiterstraßen, der zentrale Platz und ihre industrielle Vergangenheit bilden daher ein selten geschlossenes städtebauliches Ensemble. Von Raša aus ist das Meer nicht zu sehen wie aus dem benachbarten Labin, doch die Bergbaugeschichte setzt sich bis zur Raška-Bucht fort, die einst für den Kohletransport wichtig war. Gerade die Verbindung aus Planstadt, tief eingeschnittener Bucht und steiler Ostküste unterscheidet Raša von den istrischen Steinstädtchen, die über mehrere Jahrhunderte gewachsen sind.
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Der zentrale Platz von Raša und die Kirche der heiligen Barbara bilden ein einheitliches Ensemble kroatischer moderner Architektur. Die Kirche wurde 1937 begonnen; ihre Fassade enthält Bergbausymbolik, ihre Form erinnert an einen umgedrehten Grubenwagen und der Glockenturm an eine Grubenlampe. Die Stadt wurde von Gustavo Pulitzer Finali im Rahmen des Baus einer neuen Bergbausiedlung 1936–1937 entworfen. Das Zentrum Arsia – ein kleines Bergbaumuseum – bietet einen Einblick in die Ausrüstung, die Arbeit und den Alltag der Bergleute. Um Raša zu verstehen, lohnt es sich, den gesamten städtebaulichen Grundriss zu betrachten, denn Wohnstraßen, Platz und öffentliche Gebäude bilden gemeinsam ein Denkmal der geplanten Industriestadt.
Die Strände von Raša liegen nicht direkt am Stadtgebiet, sondern entlang der gegliederten Küste der Gemeinde. In Trget folgen aufeinander Proveži, Get, Biljino und Rupa, während Tunarica eine geschützte Bucht auf der Halbinsel Ubas bietet. Rund um Koromačno nennt die offizielle Liste Prešecine, Pripanje, Dobro und Vošćice; weiter nördlich folgen Jadrina bei Drenje, Huboka bei Sveta Marina und die Küste von Ravni. In Ravni führt ein Weg vom Parkplatz oberhalb des kleinen Hafens zu einer Promenade mit kleinen Kiesstränden und gepflasterten Liegeflächen; südlich der Steinmauer liegt ein größerer Strand mit einem Bereich für Hunde. Sveta Marina verbindet natürliche Kieselstrände mit einem Campingplatz und einem Tauchzentrum.
Beginnen Sie den Rundgang auf dem Platz von Raša, wo sich das Verhältnis zwischen Arbeiterhäusern, öffentlichen Gebäuden und der Kirche der heiligen Barbara am besten erkennen lässt, und setzen Sie das Bergbauthema anschließend im Zentrum Arsia fort. Nach dem Stadtensemble fahren Sie hinunter nach Trget, einer Fischersiedlung an der Raška-Bucht, oder weiter nach Tunarica am bewaldeten Ubas. Für einen aktiveren Abschluss wählen Sie die Radroute Labin–Raša: Sie ist offiziell 17 Kilometer lang, umfasst 10,5 Kilometer Asphalt und 6,5 Kilometer Schotter und bewältigt rund 150 Höhenmeter. Eine weitere Möglichkeit führt an die Küste von Ravni, wo ein Weg oberhalb des kleinen Hafens gepflasterte Liegeflächen, Kiesstrände und einen Ausgangspunkt zur Beobachtung der Unterwasserwelt verbindet.
Für ein Fischgericht aus Raša fährt man am besten in Richtung Raška-Bucht: Die offizielle Gastronomieliste nennt die Konobas Nando und Martin Pescador in Trget. In Koromačno gibt es die Konoba und den Fast-Food-Imbiss Ubaš, während sich in Tunarica das Tuna Bay Grill befindet. Das Angebot an der Küste setzt sich in Ravni mit der Konoba Ulika und dem Bistro Ravni fort und in Sveta Marina mit der Pizzeria Marino, dem Bistro Giardin, dem Restaurant-Pizzeria Midas und dem Bistro Punta. Die Konoba Poštarić liegt in Drenje. Die Verteilung der Lokale folgt daher der Geografie der Gemeinde: Mittagessen am Meer bedeutet meist eine Fahrt vom Stadtzentrum in Richtung Trget, Tunarica, Ravni oder Sveta Marina.
Der Tourismusverband der Gemeinde Raša hat seinen Sitz in der Nikole-Tesla-Straße 1 in Raša; sein Portal bündelt Informationen über Strände, Orte, Fahrradrouten, Tauchen und Bergbautouren. Bei der Planung sollte man die Siedlung Raša von der wesentlich größeren Gemeinde unterscheiden: Badeplätze und der größte Teil des gastronomischen Sommerangebots befinden sich in Trget, Tunarica, Koromačno, Ravni, Drenje und Sveta Marina. Für das Tauchen ist besonders Sveta Marina wichtig, wo das Zentrum Flaschenfüllungen, Kurse, Ausrüstungsverleih und Bootsausflüge anbietet. In Ravni weisen die offiziellen Hinweise darauf hin, dass die Meeresströmungen stärker sein können; beim Schnorcheln sollte man daher regelmäßig die Lage zur Küste überprüfen.
Die planmäßig angelegte Bergbaustadt wurde 1936–1937 nach einem Entwurf von Gustavo Pulitzer Finali erbaut.
Ihre Architektur verwendet bewusst Bergbausymbolik: Das Gebäude erinnert an einen Grubenwagen und der Glockenturm an eine Grubenlampe.
Das Zentrum Arsia ist ein kleines Bergbaumuseum in Raša, das Ausrüstung, Arbeit und Alltag der Bergleute vermittelt.
Raša liegt etwa drei Kilometer südwestlich von Labin.
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